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Gesellenbrief „to go“ für den „Corona-Jahrgang“ 2020

22. 08. 2020

 487 junge Leute aus 46 Berufen haben die Ausbildung im Handwerk der Region erfolgreich abgeschlossen

Endspurt zum Gesellenbrief trotz Pandemie bewältigt? Das muss gefeiert werden. Doch wie kann das Handwerk in Coronazeiten zeigen, dass es stolz auf die Leistungen des Berufsnachwuchses ist? Die Handwerkskammer organisiert deshalb eine Open-Air-Freisprechungsfeier in Form eines Autokinos. „Ein klassischer Festakt mit vielen Menschen auf engem Raum, Gratulationen von Kollegen und Umarmungen von Freunden sind bis auf weiteres ausgeschlossen. Aber gerade der ‚Corona-Jahrgang‘ verdient eine besondere Würdigung“, kommentiert Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig. Trotz Betriebsschließungen, Kontaktsperren und eingeschränkter Prüfungsvorbereitung hätten sich die jungen Wilden durchgekämpft und unter schwierigen Bedingungen bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. „Es wäre unwürdig gewesen, Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse einfach anonym per Post zu versenden. Hier geht es um unseren Nachwuchs im Handwerk, um die Macher und Unternehmer von Morgen. Deshalb wagen wir ein außergewöhnliches Eventkonzept und führen die Freisprechung in Form eines Autokinos durch“, sagt Gröhn.

Für das Event wird auf dem Gelände der Leipziger Kleinmesse ein Autokino aufgebaut. So kann trotz der Corona-Einschränkungen eine Feier stattfinden, die für die 487 jungen Leute aus 46 Gewerken lange in positiver Erinnerung bleibt. Die frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen reisen per Pkw an und bringen ihre Liebsten mit. Showprogramm und Grußworte – unter anderem von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer – werden live auf Großbildleinwänden übertragen. Für die Übergabe der Prüfungszeugnisse und Gesellenbriefe muss nur kurz die Seitenscheibe heruntergekurbelt werden.

Unter den Gesellinnen und Gesellen, die im Sommer ihre Ausbildung in einem Unternehmen der Region erfolgreich abgeschlossen haben, sind die jungen Fachkräfte in den Berufen Maler und Lackierer (47), Friseur (42), Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (29), Schornsteinfeger (25), Tischler (26) und Gebäudereiniger (18) am stärksten vertreten. Ein Drittel der jungen Fachleute (166) des Jahrgangs ist weiblich.

Die Tradition der Freisprechung stammt übrigens noch aus der Zeit der Zünfte und hat sich im Handwerk bis auf den heutigen Tag gehalten. Schon damals wurden Lehrlinge am Ende der Ausbildung „frei von Lehre und Vertrag“ gegeben und damit in den Gesellenstand erhoben.

 

 

Bild zur Meldung: Gesellenfreisprechung August 2020 in Leipzig

Fotoserien


Gesellenfreisprechung - Gesellenbrief „to go“ für den „Corona-Jahrgang“ 2020 (22. 08. 2020)

Fotos der Gesellenfreisprechung vom 22. August 2020.

Urheberrecht:
Kreishandwerkerschaft Leipzig